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Der globale Erdölverbrauch steigt auch in Zukunft

Der globale Erdölverbrauch steigt auch in Zukunft
Trotz der sauberen Technologien, die im letzten Jahrzehnt entwickelt wurden, gewinnen und verbrennen wir mehr fossile Brennstoffe als jemals zuvor. Die weltweite Ölnachfrage hat sich im dritten Quartal 2019 im Vergleich zum vorherigen Quartal mehr als verdoppelt. Über 70 Prozent des gestiegenen Energiebedarfs kommen aus Entwicklungsländern, vor allem aus China und Indien. In dem Maße, wie sich die Länder entwickeln, wird ihre Bevölkerung mehr Energie benötigen.

Die Nachfrage nach Öl / Erdöl steigt

Mit zunehmendem Wohlstand weltweit steigt auch der Erdölverbrauch. Öl / Erdöl und Gas sind sehr nützlich und von enormer geopolitischer Bedeutung. Die Reserven sind riesig und werden noch lange nicht erschöpft sein. Um der globalen Erderwärmung entgegenzuwirken, müsste der größte Teil der Vorkommen im Boden belassen werden, doch echte Alternativen sind noch nicht vorhanden. Das Fehlen ausreichender Energiequellen verhindert ein nachhaltiges dynamisches Wachstum von Ländern, den Aufbau integrativer Gesellschaften, Fortschritte bei der Beseitigung der Armut und behindert die Schulbildung und die Chancen von Kindern, der Armut zu entkommen. Deshalb ist eine ausreichende Energieversorgung unerlässlich. Die Nachfrage nach Öl / Erdöl wird sich in den nächsten Jahren zwar verlangsamen, aber dennoch steigen. Liegt der tägliche Erdölverbrauch derzeit bei ungefähr 1,1 Millionen Barrel pro Tag, wird die Nachfrage nach Schätzungen der OPEC bis 2023 um 7,3 Millionen bpd und bis 2040 um 14,5 Millionen bpd steigen. Damit würden im Jahr 2040 weltweit ungefähr 42 Milliarden Barrel pro Jahr verbraucht. Laut OPEC gibt es derzeit ungefähr 1,497 Billionen Barrel Öl auf der Welt. Der größte Anteil an neuem Öl /Erdöl wird aus den USA kommen.

Alternative Energien sind immer noch keine wirkliche Alternative

Die erneuerbaren Energien stehen noch immer vor großen Hindernissen, wodurch sie derzeit noch keine umfassende Alternative zum Erdölverbrauch sind. Das offensichtlichste und am weitesten verbreitete Hindernis für erneuerbare Energien sind die Kosten, insbesondere die Kapitalkosten oder die Vorlaufkosten für den Bau und die Installation von Solar- und Windparks. Höhere Konstruktionskosten könnten dazu führen, dass Finanzinstitute erneuerbare Energien eher als riskant wahrnehmen, Geld zu höheren Zinsen verleihen und es für Versorgungsunternehmen oder Entwickler schwieriger machen, die Investition zu rechtfertigen. Bei Erdgas- und anderen fossilen Kraftwerken können die Kosten für den Brennstoff auf den Verbraucher abgewälzt werden, was das mit der Erstinvestition verbundene Risiko senkt. Öl / Erdöl und Gas sind allesamt stark zentralisierte Energiequellen, was bedeutet, dass sie auf relativ wenige Kraftwerke mit hoher Leistung angewiesen sind. Wind- und Sonnenenergie hingegen sind dezentral strukturiert. Kleinere, über eine große Fläche verteilte Kraftwerke liefern gemeinsam den Strom. Die Dezentralisierung bietet einige wichtige Vorteile, stellt aber auch Hindernisse dar, wie die Standortwahl und Übertragung. Energieversorgungsunternehmen haben seit Jahrzehnten in die herkömmlichen Technologien investiert, wodurch diese sehr ausgereift und etabliert sind. Das ist ein großes Hindernis für die Entwicklung erneuerbarer Energien. Solar- und Windenergie und andere erneuerbare Ressourcen müssen mit reichen Industrien konkurrieren, die von der bestehenden Infrastruktur, dem Fachwissen und der Politik profitieren. Es ist ein schwieriger Markt, der neue Innovationen ausbremst. Verstärkte staatliche Investitionen in saubere Energie in Form von Subventionen, Krediten sowie Forschung und Entwicklung, würden helfen.